22.06.17

Bericht zur Photovoltaik-Exkursion des Fördervereins Energieagentur Region Trier e.V.

Gemeinsam mit ihrem Förderverein lud die Energieagentur Region Trier auch in diesem Jahr Interessierte zu ihrer jährlichen Energie-Exkursion ein. Ziele der Fahrt am 09.06.2017 waren verschiedene Photovoltaik-Anlagen und zu erfahren wie sich die Gewinnung von Solarstrom in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt hat.

Photovoltaik gehört neben der Windkraft zu den Säulen der Energiewende in Rheinland-Pfalz. Hinzu kommt, dass Photovoltaikanlagen durch die Flexibilität ihrer Größe und damit der aufzubringenden Investitionskosten im Vergleich zu Windkraft- oder Biomasseanlagen auch für den privaten Sektor sehr interessant sind. In Kombination mit intelligenten und kostengünstigen Speicherlösungen werden diese Anlagen daher ein wichtiger Baustein für die zukünftige dezentrale Energieversorgung in Rheinland-Pfalz sein.

Ziel der Exkursion war u. a. aufzuzeigen, welche Hürden beispielsweise die ersten Solarpioniere in Trier zu überwinden hatten und welche Hürden heute noch bestehen, bzw. was neu hinzugekommen ist. Auf dem Programm standen daher u. a. neben der Besichtigung der ersten Trierer Bürgeranlage auf dem Dach der Handwerkskammer (mit knapp 5 kWp die damals größte Anlage überhaupt in Trier, heute eine eher übliche Größe für ein Einfamilienhaus) eine gerade in Entstehung befindliche Gemeinschaftsanlage auf einem genossenschaftlichen Bauprojekt. In der ZAK Wohnpakt eG (Trier) haben sich ökologisch orientierte Bürger dazu entschlossen für sich ein gemeinschaftliches Mehrfamilienhaus in hochenergieeffizienter Passivhausbauweise zu errichten und das Gebäude modellhaft über eine PV-Anlage mit Strom zu versorgen. Interessant hierbei ist der Umstand, wie der Solarstrom von den Nutzern selbst verbraucht, teilweise zur Versorgung der Wärmepumpe abgezwackt und ein Teil auch ins Netz der SWT eingespeist wird, die ebenfalls in dieses Projekt involviert sind.

Von den kleineren Anlagen ging es dann zu den PV-Freiflächenanlagen in Longuich (Bj. 2007) und Klüsserath (Bj. 2017). Hier wurde die Entwicklung in der Technologie, der Bauweisen und Verfahren sichtbar. Leicht zu erkennen war z. B., dass der Platzbedarf modernerer Anlagen wesentlich geringer ist, als dies noch bei den Anlagen von 2007 der Fall war. Auch unterscheiden sich die heute verwendeten Module und Wechselrichter erheblich von früheren Konzepten.

Experten des Fördervereins der Energieagentur sowie des Solarvereins Trier standen den insgesamt 19 Teilnehmern während der Exkursion erklärend zur Seite.

Foto: Teilnehmer der PV-Exkursion vor einer Freiflächen-PV-Anlage in Longuich