Energieplan 2014 – Forrtschreibung Energieplan 2010 Region Trier

Hier können Sie den Energieplan 2014 einsehen. Dieser stellt die Fortführung des Planes aus dem Jahr 2010 dar.

Energieplan 2010 – von einer energieimportierenden zu einer energieexportierenden Region

Gesamterzeugung Strom aus erneuerbaren Energieträgern 2008

Mit dem im Sommer 2010 erstellten Energieplan Region Trier hat die Energieagentur Region Trier ein sehr ehrgeiziges Ziel formuliert:

Die Region Trier wird (bilanziell) von einer energieimportierenden zu einer energieexportierenden Region!

Wie der Energieplan zeigt, kann diese Vision auf lange Sicht umgesetzt werden, wenn es dauerhaft gelingt, die zahlreichen vorhandenen Potenziale im Bereich Energieeinsparung- und effizienz in der Region zu nutzen und anderseits die Möglichkeiten zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern voll auszuschöpfen.

Der Energieplan analysiert im ersten Teil den Ist-Energieverbrauch und die Ist-Energiegewinnung aus Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie und Biomasse in der Region Trier. Anschließend werden auf dieser Grundlage die Optimierungspotenziale hinsichtlich des Zieles einer energieexportierenden Region herausgearbeitet, aus denen sich wiederum die strategische Ausrichtung für die weitere Arbeit der Energieagentur ableitet.

In welchen Bereichen bestehen die größten Energiesparpotenziale, wo stehen wir in Sachen Erneuerbare Energien und an welchen Stellen müssen wir ansetzen, um den Energieverbrauch zu senken, regionale Energiegewinnung zu fördern und damit letztlich Wertschöpfung in der Region zu halten?

Auf Basis bereits vorhandener Studien wurde im Energieplan diesen Fragen nachgegangen. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Region Trier - was den Stromverbrauch angeht - schon jetzt gut aufgestellt ist. Rein rechnerisch betrachtet wird in der Region Trier etwa die Hälfte der benötigten Strommenge über den Einsatz erneuerbarer Energien gewonnen. Damit liegt die Region im bundesweiten Vergleich deutlich über dem Durchschnitt von ca. 16%. Etwas anders sieht es im Bereich der genutzten Wärmeenergie aus. Hier werden nur etwa 6% der benötigten Wärme aus erneuerbaren Energieträgern wie z.B. Biomasseheizanlagen, Solarthermie oder Wärmepumpen bezogen.

2050 ist die Region Trier 100%-Region!

Im Energieplan wird deutlich, dass in der Region auf lange Sicht mehr Energie durch erneuerbaren Energieträger erzeugt werden könnte, als in der Region verbraucht wird - unter der Voraussetzung, dass alle vorhandenen Potenziale optimal ausgeschöpft werden. Nach einem im Energieplan skizzierten Szenario könnte die Region mit ihren vier Landkreisen und der Stadt Trier ab dem Jahr 2050 ihren Energieverbauch bilanziell im Jahresschnitt selbst decken, also von einem Energieimporteur zu einem Energieexporteur werden. Unter der Annahme, dass die regenerative Wärmeerzeugung an der Gesamtwärmeproduktion doppelt so groß ist wie die statistisch gesicherten 6 %, sogar schon im Jahr 2044.

Projekte und Aktionen als Wegbereiter zur Energieexportregion

Die Energieagentur möchte mit ihrer aktiven Projektarbeit in den Bereichen Energieeffizienz, Energieeinsparung und Erneuerbare Energien Impulse zur Umsetzung dieser Vision geben. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Kombination aller drei Handlungsfelder. Nur durch eine Steigerung der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien allein kann das Ziel nicht zeitnah erreicht werden. Viel mehr geht es auch darum, den Energieverbrauch insgesamt zu senken und die dann noch benötigte Energie möglichst effizient einzusetzen.

Dabei setzt die Agentur vor allem auf die vielen Möglichkeiten zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz im privaten Bereich sowie auch in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung. So ergeben sich z.B. durch die Sanierung von Wohngebäuden oder den Einsatz energieeffizienter Geräte deutliche Einsparpotenziale für Energie und die damit zusammenhängenden Kosten. Daneben wirbt die Energieagentur auch für weitere Nutzung der Potenziale bei der regenerativen Energiegewinnung wie z. B. beim Repowering von Windkraftanlagen, dem Ausbau der (thermischen) Solarenergienutzung, der Geothermie, der Kraft-Wärme-Kopplung oder Biomasseheizanlagen.

Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit und umfassenden Informationsveranstaltungen sowie mit Einzelprojekten und Demonstrationsvorhaben sollen entsprechende Potenziale bekannt gemacht und umgesetzt werden.

In den politischen Gremien der Landkreise wurde der Energieplan Ende 2010 vorgestellt und diskutiert. Alle Landkreise sowie die Stadt Trier haben dem Energieplan zugestimmt. Er soll in ca. 18 Monaten fortgeschrieben werden.

Hier können Sie den Energieplan Region Trier 2010 als erste Ausgabe unserer Reihe Energie im Fokus herunterladen.

Kurzfassung des Energieplans

(le)